Unser Logenausflug nach Burgund

Die Reise der Uhland- Logenmitglieder nach Burgund vom 4.10.-07.10. 2018 ging morgens um 5.45 Uhr von Seligweiler aus los. Sie ging über Mühlhausen durch die Burgundische Pforte mit allen ihren Einzelheiten. Höhepunkt des ersten Tages war die Besichtigung des spätmittelalterlichen Hospizes, Hotel Dieu, in Beaune. Die Rettung der Seelenheile war ausschlaggebend für dieses großartige, im Stil der flämisch-burgundischen Gotik, äußerst kostspielig erbaute Werk.  Dann Weiterfahrt nach unserem Zielort „Bourg-en-Bress“. Hier bezogen wir unser Quartier für drei Übernachtungen im sehr schönen und altehrwürdigen Hotel „de France“, im Zentrum der Stadt. Der Tag endete mit einem guten Abendessen im Hotel. Am zweiten Tag besichtigten wir das königliche Kloster von Brou. Es ist einfach einzigartig, weil es von Marguerite als Grablege für ihren jung verstorbenen Ehemann Philibert erbaut und als privates Kloster genutzt wurde. Wahre Schätze birgt es, so auch die Grabmäler von Philibert und Marguerite. Marguerite starb noch bevor der Klosterbau vollendet war, am 1. Dezember 1530.

Am selben Tag noch ging die Reise weiter nach Cluny. Wer hier mit einem riesigen Kirchenareal rechnet, der wird enttäuscht. Der achtkantige Kirchturm ist nur ein Nebenturm von einst insgesamt fünf Türmen. 187 Meter lang war die Kirche, 40 Meter länger als der Kölner Dom. Nur etwa zehn Prozent sind davon übrig geblieben. Die Ausstrahlung von Cluny war im Mittelalter so stark, dass Päpste nach Burgund reisten, um sich in dem Kloster aufzuhalten. Die benediktinische, karolingische Strenge wurde wieder hergestellt. Das Kloster wurde durch seine Reformpolitik zum Vorbild zahlreicher anderer Klöster.

Am dritten Tage ging die Reise nach Lyon. Im Rahmen einer Führung konnten wir die elegante Metropole besichtigen. Die Römer gründeten die Stadt 43 vor Christus. Die großen Theater, die im ersten Jahrhundert nach Christus gebaut wurde, fassten etwa 10.000 Zuschauer. Wir hatten Zeit für einen Rundgang durch die schöne Innenstadt. Versteckte Passagen, die über die Innenhöfe der Häuser zwei Straßen miteinander verbinden, sind für Lyon charakteristisch. Am Nachmittag Besuch einer Weinkellerei im Gebiet Beaujolais. Das Gut wird von der Familie schon seit mehreren Generationen betrieben. Der Besuch endete mit einer Weinprobe, die natürlich die meisten Teilnehmer auch zum Weinkauf animierte.

Bei der Heimreise, vorbei an Genf und am Neuenburger See, in Sichtweise Luzern, machten wir noch in Murten halt. Merowinger, Karolinger, Kaiser Konrad II., die Herzöge von Zähringen, die Reichsfreiheit, Savoyer, Kyburger und Habsburger beanspruchten zeitweise dort Herrschaftsrechte. Wir umrundeten die alte Stadt auf der Ringmauer mit Wehrgang. Sie gehört zu den am besten erhaltenen Befestigungsbauwerken der Schweiz. Durch den Schwarzwald über die Höllentalschlucht über Echterdingen, trafen wir dann in Seligweiler wieder ein, wo uns bereitstehende Taxis heim brachten.

Es war eine schöne und erlebnisreiche Fahrt